Kurioses: Verschiedene Regeln aus der Geschichte des Golfsports

Seit dem Golf gespielt wird, gibt es Regeln dazu. Zwar ist es bis heute noch unklar, wer tatsächlich das erste Regelwerk entwickelte und festlegte, doch andererseits wird bei einem Blick auf dieses Thema deutlich, dass es auch damals schon Regeln gab, die heute noch immer von Bedeutung sind. Das trifft aber bei weitem nicht auf alle Regeln zu. Manche erscheinen sogar so kurios, dass man zuerst gar nicht glauben möchte, dass diese Regeln tatsächlich festgelegt wurden, um eingehalten zu werden.

„Was tun, wenn ein Hund meinen Ball frisst?“ Jawohl. Diese Fragestellung diente im schottischen Aberdeen im Jahre 1783 als Grundlage für eine entsprechende Regel diesbezüglich. Die besagte Regel wurde von der Aberdeener Society of Golfers ausformuliert und festgelegt und besagt, dass wenn sich ein Hund einen Ball schnappt oder beschädigt, dann darf der Spieler einen anderen Ball so nah wie möglich an der Stelle platzieren, von der der Hund den anderen Ball entfernt hat. Selbstverständlich straflos für den entsprechenden Spieler.

„Fairness beim Droppen.“ Diese Regel zum korrekt ausgeführten Drop wurde 1908 vom The Royal and Ancient Golf Club of St. Andrews festgelegt. Die Regel besagt, dass der Spieler aufrecht stehen muss, nebenbei das Loch im Blick haben muss, und dann den Ball rückwärts über die eigene Schulter werfen muss. Doch das war der United States Golf Association (USAG) scheinbar noch nicht gut genug reguliert. 1984 wurden von der USAG neue Modalitäten zum Thema Drop eingeführt. Wenn man sich aber ansieht, wie lange der ein oder andere Spieler seit dieser Regel nach der perfekten Position für seinen Drop sucht, möchte man fast wieder einmal mehr annehmen, dass früher alles einfacher und besser war.

„Schläger leihen und verleihen.“ 1988 sorgte die USGA mit einer neuen Regel für Aufsehen. Laut der neuen Regel darf ein Schläger, den sich ein Spieler von seinem PArtner ausleiht, nur noch von dem ausleihenden Spieler benutzt werden. Sprich, der verleihende Spieler hat keine Möglichkeit mehr, selbst mit dem besagten Schläger zu spielen. Diese Regelung war jedoch nur vier Jahre in Kraft. Danach wurde sie, ebenso von der USGA, wieder aufgehoben. Seit dem kann man wieder getrost seine Schläger verleihen, ohne sich Sorgen machen zu müssen, dass man diese danach selbst nicht mehr nutzen darf.

„Wem gehört der Ball.“ Diese Regel macht Sinn. War es seit jeher der Fall, dass man seinen Ball nicht einfach aufheben durfte (außer um hinderliche organische Stoffe vom Ball zu entfernen),  so kann man ihn seit 2008 problemlos in die Hand nehmen. Was von Vorteil ist, wenn der Ball mal wieder von Blättern, Sand, oder ähnlichem bedeckt wird. Außerdem muss nun kein Spieler mehr überlegen, ob es sich wirklich um seinen Ball handelt, den er vor sich hat.

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