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Der ehemalige Profi und jetzige Kommentator David Feherty sagte einst über Jim Furyks Schwung: „Das sieht wie ein Krake aus, die von einem Baum runterfällt.“ Ob diese Schwungstudie charakterisierend ist, oder auch nicht – den Amerikaner wird es nicht berühren. Er weiß, dass seine Bewegung nicht wie aus dem Lehrbuch ist, doch sie funktioniert. Viel wichtiger für Furyk ist diese Woche jedoch das Putten – und hierbei sieht nichts merkwürdig aus, auch wenn es sein einiger Zeit eine Veränderung gibt. Furyk hat seinen Belly-Putter aussortiert und spielt nun wieder mit einem „normalen“ Gerät.

 

„Wie viele Putter ich in 19 Jahren ausprobiert habe?“, wurde er nach seiner 66 gefragt, die ihn bei elf unter Par in das Wochenende des hochdotierten World Golf Championships-Bridgestone Invitational gehen lässt. „Mindestens 100“, lautete die Antwort. „Ihr solltet meine Garage sehen. Den Odyssey, den ich jetzt benutze, habe ich schon vorher einmal gespielt.“ Er funktionierte auch am zweiten Tag. Bei heißen Temperaturen mit zeitweise mehr als 30 Grad benötigte der 42-Jährige nur 26 Putts. Mit 1,52 Versuchen pro Grün führt er die Grün-Statistik über 36 Löcher klar an.

 

Woods im Clinch mit dem Putter


Es ist der beste Start, den Furyk bislang in seiner Karriere auf der US PGA Tour hingelegt hat. Ganz anders sah die Welt für den Zuschauermagneten Tiger Woods aus: „Ich habe den Ball gut getroffen, aber überhaupt nichts daraus gemacht“, gestand der Weltranglistenzweite ein, der mit einem Sieg Luke Donald von Rang eins im OWGR verdrängen könnte. Sieben Mal hat er im Firestone CC bereits triumphiert, bei +2 und von Platz 44 sieht es diesmal aber nicht danach aus, als würde der 36-Jährige noch um den nicht gerade besonders hübschen Pokal mitspielen. Besonders tragisch war sein Spiel auf der 7: Aus eineinhalb Metern puttete er zum Birdie und kassierte dank einem Drei-Putt ein Bogey. 29 Putts bei nur etwas mehr als 50 Prozent Grüntreffern ist eine schwache Leistung.

Eine Überraschung ist der Auftritt des Spaniers Rafael Cabrera Bello: Mit 66 und 65 Schlägen ist der 28-Jährige, der in diesem Jahr bei der Dubai Desert Classic seinen Durchbruch feierte, nur zwei Zähler zurück. Und dass, obwohl der Spanier nicht ganz fit ist. „Ich fühle mich nicht schlecht, aber meinem Magen geht es noch nicht so gut“, gestand er ein. Dicht dran an der Führung ist auch Louis Oosthuizen, der Open Champion von 2010, der sich beim diesjährigen Masters erst im Stechen geschlagen geben musste. Mit einer 65er Runde verbesserte er sich auf Rang drei bei acht unter Par.

Kaymer und Siem knapp über Par


Martin Kaymer wiederum erlebte am zweiten Tag einen kleinen Rückschlag. Nach seiner starken 68 kassierte der Rehinländer eine 72 und fiel auf even Par zurück. Kaymer traf nur die Hälfte der Grüns „in regulation“, bleib aber weiterhin aus dem Bunker perfekt. Auch seine Drives waren beeindruckend lang: 300 Meter schlug er den Ball im Schnitt vom Tee.

Marcel Siem gab über sein Spiel – nach der enttäuschenden 76 ließ er eine 71 folgen – erneut über Facebook Auskunft: „Komme der Sache langsam näher! Die Woche Pause tat mir wohl nicht so gut. Drives waren heute viel besser. Habe leider die guten Möglichkeiten zum Birdie nicht genutzt und bei den wenigen schlechten Schlägen sofort die Bogeys kassiert. Werde natürlich noch versuchen mich nach vorne zu arbeiten. Spätestens nächste Woche aber, bin ich wieder fit und werde hoffentlich vorne mitspielen.“ Bis dahin sind es aber noch zwei Runden. Siem geht von Position 67 in die Finalrunden. Denn einen Vorteil haben die WGC-Events: Das Feld ist klein, und es gibt keinen Cut.

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