7.676 Yards (7.019 Meter) misst der 1991 eröffnete Par-72-Kurs 20 Meilen südlich von Charleston. Doch die Länge alleine ist es nicht, die den von Pete Dye entworfenen Ocean Course zu einer wirklich kniffligen Aufgabe für die besten Spieler der Welt macht.

 

Viel mehr ist es die exponierte Lage am Atlantik, die die 18 Löcher zur Herausforderung machen. Der Wind kann ungehindert über alle Spielbahnen fegen und die Bälle von den engen Fairways (zwischen 25 und 41 Meter breit) in die riesigen Waste Areas oder – noch schlimmer – in das Sumpfgras wehen. Zudem kommt reichlich Wasser ins Spiel, besonders anspruchsvoll wird es auf den Löchern 10 bis 13, auf denen eine Seite des Lochs bis zum Grün jeweils mit einem Wasserlauf durchzogen wird.

 

Wahrscheinlich ist Kiawah Islands der windigste Platz außerhalb Großbritannien und Irland. Von einer zur nächsten Runde gibt es auf dem gleichen Loch teilweise acht Schläger Unterschied, wenn der Wind dreht oder auffrischt. Das beste Beispiel bietet der Ryder Cup 1991, der ebenfalls auf dem Ocean Course stattfand. Während der Proberunden bei einigermaßen freundlichem Wetter schlugen die Spieler mit 7 und 8er Eisen auf dem bekannten Par 3 der 17. Bahn ab. Am Sonntag bei heftigen Gegenwind kamen dann Eisen 3 bis Holz 3 zum Einsatz.

Links-Feeling in South Carolina

 

„In Kiawah kann eigentlich jedes Loch einen Spieler erwischen“, sagt Kerry Haigh, einer der Verantwortlichen bei der PGA of Amerika. Und da hat er nicht unrecht. Wenn die Spieler den Ballflug nicht gut kontrollieren, dürfte die Kugel wirklich schnell in den zahlreichen Hindernissen verschwunden sein. Zudem muss sich die Weltelite auf eine für sie besondere Grassorte einstellen. Kiawah Island setzt überwiegend auf Paspalum-Gras (Pfannengras), das einerseits durch seine beinahe strahlend grüne Färbung auffällt und andererseits auch größere Mengen Salzwasser verträgt.

 

Am östlichsten Teil von Kiawah Island gelegen, bietet der Ocean Course mehr Löcher am Meer, als jeder andere Platz in der nördlichen Hemisphäre. Zehn Bahnen erstrecken sich direkt am Atlantik, die restlichen verlaufen parallel dazu. Architekt Pete Dye nutzte die natürliche Landschaft, um einen Platz im Links-Stil zu entwerfen. Eigentlich sollte der Platz hinter den Dünen gebaut werden, aber Dyes Frau Alice schlug vor, den Spielern auf jedem Loch die schönsten Ausblicke auf die Atlantikküste zu bieten.

Die Sand-Waste-Areas (riesige Bunkerlandschaften) wurden von der PGA of America für die PGA Championship als „through the green“ ausgewiesen. Das bedeutet, dass die Spieler den Schläger beim Ansprechen im Sand aufsetzen dürfen. Bei der PGA Championship 2010 in Whistling Straits, als Martin Kaymer gewann, gab es große Diskussionen, als Dustin Johnson im Nachhinein wegen Aufsetzen seines Schlägers auf dem 18. Loch mit Strafschlägen bedacht wurde. Diesen Vorfall hatten die Verantwortlichen wohl noch im Kopf, als sie die Neuerung herausgaben.

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